5-Elemente-Ernährung (TCM)

Was genau bedeutet 5-Elemente- oder TCM-Ernährung?

Die 5-Elemente-Ernährungsberatung ist eine auf der Traditionellen Chinesischen Medizin basierende Form der Beratung, die die Individualität des Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Anstelle eines starren Ernährungskonzeptes passt sich die 5 Elemente-Küche (auch TCM-Ernährung genannt) so genau wie möglich den Bedürfnissen des Menschen an. Es ist eine absolut individuelle Ernährungsform:
seinem Stoffwechselverhalten, seinem körperlich-seelischen Gesundheitszustand, seinen Anlagen und seinen Ess- und Lebensgewohnheiten.
Kennzeichnend für unsere Beratungen und Ausbildungen/Seminare ist, das komplexe System der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) für jeden verständlich zu vermitteln, d. h. die chinesische Heilkunst dem westlichen Menschen in Theorie und Praxis auf einzigartige Weise verständlich, nachvollziehbar und für sein ganz persönliches Leben nutzbar zu machen.

Unser Ernährungskonzept:

Mit der Ernährung prägen wir nicht nur unsere äußere Erscheinung (Haare, Haut, Gewicht), sondern beeinflussen auch unsere Vitalität und Leistungsfähigkeit. Wenn wir uns gut ernähren, haben wir ein positives Lebensgefühl, eine gute Ausstrahlung und mehr Erfolg im Leben.
Was aber ist eine gute Ernährung: Rohkost, Trennkost, Kalorienzählen?
Viele Menschen machen die Erfahrung, dass sich Verzicht und Disziplin nicht auszahlen: Bei Salatblättern und Joghurt sinkt zwar die Stimmung, nicht aber das Gewicht.

Wissenschaftler und Psychologen näheren sich den Ursachen für dieses Phänomen: Jeder Mensch ist einzigartig – in seinem Stoffwechsel und in seinem Naturell – und deshalb kann nicht ein Konzept auf alle passen. Bei der Suche nach Lösungen stoßen Zeitgenossen auf hilfreiche Ansätze aus der europäischen Tradition und anderen Kulturen. Schon die Traditionelle Chinesische Medizin maß dem unterschiedlichen Stoffwechselverhalten eine große Bedeutung bei: Beim schnellen Stoffwechsel lässt Rohkost die Pfunde purzeln, gibt Vitalität und ein positives Selbstwertgefühl; der langsame Stoffwechsel braucht für Wohlgefühl und Wohlfühlgewicht eher gekochte Nahrung.

Der Schlüssel für ein zeitgemäßes, individuelles Ernährungskonzept liegt m. E. in der Naturell-Lehre von Carl Huter – Huter geht in seiner Lehre von der „Menschenkenntnis“ (1904) davon aus, dass neben Gestik und Mimik der Körper durch seine Formen spricht: Feine, muskulöse oder runde Körperformen bringen unterschiedliche Bedürfnisse oder Fähigkeiten zum Ausdruck. Carl Huter hat diese Phänomene in seiner Naturell-Lehre beschrieben: Empfindungs-, Bewegungs- und Ernährungsnaturell haben völlig unterschiedliche Arten, ihre Umwelt wahrzunehmen und auf sie zu reagieren.

Im Laufe meiner mehr als 20-jährigen Praxis als Ernährungsberaterin habe ich Aspekte aus der Naturell-Lehre mit denen der Chinesischen Ernährungslehre verbunden.

Diese Kombination berücksichtigt die Komplexität menschlichen Erfahrens und Handelns und gibt gleichzeitig ein einfach zu nutzendes Handwerkszeug im Umgang mit dem Körper und seiner Erfahrung.

So ist beispielsweise ein Empfindungsnaturell-betonter Mensch tendenziell kälteempfindlich: Warme Mahlzeiten sind zuträglicher als Rohkost. Außerdem sind seine Ressourcen schneller erschöpft. Während Bewegungs- und Ernährungs-Naturell-betonte Menschen von längeren Pausen zwischen den Mahlzeiten profitieren (Entschlackung), sollte das Empfindungsnaturell für kleine Snacks zwischendurch sorgen (sonst erschöpft es seine Ressourcen).

Angewandt auf die Ernährung gibt die Naturell-Lehre also Richtlinien vor, von denen jeder ohne großen Aufwand profitieren kann. Im Gegensatz zu den üblichen Diäten gibt es keine strikt einzuhaltenden Pläne, und damit entfallen Schuldgefühle und Heißhungerattacken. Es handelt sich vielmehr um praktikable Ratschläge für zu Hause, in Restaurants und auf Geschäftsreisen. Insgesamt geht es um den Umgang mit den körpereigenen Ressourcen.

Die Naturell-Lehre hilft, sich selbst besser kennenzulernen, um diese Signale des Körpers angemessen deuten zu können. Die Energie z. B., die wir täglich verschwenden, um Heißhunger auf Süßes oder Gelüste auf Alkohol zu unterdrücken, können wir positiv nutzen, wenn wir sie richtig deuten. Denn solche „Attacken“ sind kein Ausdruck von Willensschwäche oder mangelnder Disziplin: Dem eigenen Naturell unangemessene Gewohnheiten in Lebens- und Ernährungsstilen sind meist die Ursache.

Statt sich selbst zu verurteilen, kann der Betroffene die Zusammenhänge vor dem Hintergrund des eigenen Naturells verstehen und die wirklichen Bedürfnisse erfüllen. Anstelle abstrakter Normen entstehen individuelle Wertmaßstäbe: Wohlfühl- statt Idealgewicht, individuelle Ernährung statt Diät. Jede Diät ist ein tiefer Eingriff in die Integrität eines Menschen: Das von außen diktierte Essverhalten lässt die Wahrnehmung der eigenen Bedürfnisse verkümmern, verschleißt kreatives Potenzial für sinnlose Disziplinierung.

Unser Lebens- und Ernährungsstil hat in der Tat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Selbstwertgefühl und die Frage, ob wir dazu in der Lage sind, unsere Fähigkeiten und unser Leistungspotenzial optimal zu nutzen. Ein sich allmählich veränderndes Essverhalten aufgrund einer erhöhten Sensibilität für die eigenen Bedürfnisse kann Ernährung jedoch zu einem selbst bestimmten, genussvollen Lebensstil machen, in dem die eigenen Bedürfnisse nach Genuss nicht mehr im Widerstreit dazu stehen, was uns gut tut.

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